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Entstehung - Evangelischer Gemeindeverband Krefeld

Vor 450 Jahren, am 1. September 1610, einigten sich Vertreter reformierter Gemeinden auf der 1. Generalsynode in Duisburg auf Leitlinien für eine „presbyterial-synodal“ verfasste Kirche. Sie beeinflusste auch nach 1918 die Gestaltung der „Evangelischen Kirche der altpreußischen Union“. Die Geburtsstunde der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) war hingegen erst 1948, als sie sich von der preußischen trennte. Auch die EKiR ist nach Erlass der Kirchenordnung seit 1952 presbyterial-synodal geordnet. Das bedeutet, dass sich Kirche von unten, von der Gemeinde her aufbaut. Die Kirchengemeinden sind in Kirchenkreisen zusammen geschlossen und in der Landeskirche miteinander verbunden.

Diese Kirchenordnung legte auch fest, dass Kirchengemeinden, die über mehr als fünf Pfarrstellen verfügen, zu teilen waren. So wurden aus einer Gesamtgemeinde Krefeld zum 30. April 1959 vier Kirchengemeinden: Alt-Krefeld, Friedenskirchengemeinde, Krefeld-Süd und Krefeld-Ost. Zum gleichen Zeitpunkt schlossen sich die vier Gemeinden im Gesamtverband der Ev. Kirchengemeinden in Krefeld zusammen. Hüls (zunächst als St.-Tönis-Hüls) und Uerdingen blieben selbständig.

Am 1. April 1965 teilten sich zwei der Gemeinden nochmals, und der Gesamtverband wurde umbenannt in Evangelischer Gemeindeverband Krefeld – er umfasst die Kirchengemeinden Alt-Krefeld, Friedenskirchengemeinde, Krefeld-Nord, Krefeld-Oppum, Krefeld-Ost, Krefeld-Süd, Pauluskirchengemeinde und Osterath. Letztere ist seit 1980 selbständig.

Zum Gemeindeverband gehören sieben Kirchengemeinden mit 11 Kirchen zuzüglich Gemeindehäusern mit insgesamt etwa 35000 Gemeindeglieder sowie rund 200 hauptamtlichen Mitarbeitenden. Der Gemeindeverband betreibt sechs Kindertagesstätten. Es gibt zudem vier Altenheime und eine Diakoniestation, Altenheimseelsorge und Altenwohnungen, das Haus der Familie und Mehrgenerationenhaus, die Ev. Kinder- und Familienhilfe Bruckhausen, das Dietrich-Bonhoeffer-Haus („Die Funzel“) und die Jugendwerkstatt Fichtenhain. Zudem unterrichten sechs Schulpfarrerinnen und -pfarrer des Gemeindeverbandes an Krefelder Gymnasien und Berufskollegs. Am Ökumenischen Arbeitslosenzentrum Krefeld-Meerbusch e.V. sowie an der ökumenischen Autobahnkapelle „Geismühle“ ist der Gemeindeverband beteiligt.

Quelle: Sonderdruck „Die Heimat – Krefelder Jahrbuch“